Geistigkeit und Vernunft

Denken / Kunst / Nonfiction

Fast nur deutsch­spra­chi­ge Autoren und Phi­lo­so­phen haben sich an einer Gesamt­schau der Geschich­te ver­sucht,

Karl Marx etwa, des­sen The­sen erneut bei eini­gen Lin­ken eine zwei­te Renais­sance erle­ben, je mehr der Spät­ka­pi­ta­lis­mus sich in sei­ne dys­funk­tio­na­le Ago­nie stei­gert und absur­der das Ver­hält­nis zwi­schen den Gütern der Weni­gen und der Mit­tel­lo­sig­keit der Vie­len wird. Auch die Rech­ten könn­ten in ihrer Lek­tü­re bei einer Gesamt­schau der Geschich­te fün­dig wer­den, nur hier ist es Oswald Speng­ler, der Kul­tu­ren in ihrer Ent­wick­lung ver­gli­chen hat und nun dem Wes­ten ana­log Rom einen all­mäh­li­chen Über­gang von der Demo­kra­tie in das Impe­ri­um ver­heisst, mit den Begleit­erschei­nun­gen des Popu­lis­mus, des Ver­falls der Fröm­mig­keit zuguns­ten von Eso­te­rik und Fun­da­men­ta­lis­mus sowie der immer wei­ter aus­ein­an­der klaf­fen­den sozia­len Sche­re, auch der Limes, was Speng­ler ja so noch nicht gese­hen hat­te, wird ja längst in Ungarn und Ser­bi­en zum “Schut­ze” der EU neu errich­tet.

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Terror und Geschichte

Geschichte / Theologie
Als Ver­non Way­ne How­ell 1981 zu den Branch Davi­di­ans stiess, war er ein jun­ger, schlan­ker Mann, der rela­tiv gut Gitar­re spiel­te, lan­ge Haa­re hat­te, schmut­zi­ge Jeans trug und eine begrenz­te Bil­dung hat­te. Die Branch Davi­di­ans waren eine Abspal­tung der Sie­ben Tages Adven­tis­ten, die wegen ihrer Radi­ka­li­tät aus der Kir­che aus­ge­schlos­sen wor­den waren. Sie waren der Anschau­ung, dass nach dem zwei­ten Kom­men Chris­ti das tau­send­jäh­ri­ge Reich des Frie­dens anbrä­che, und leb­ten in einer gespann­ten Erwar­tung, dass dies unmit­tel­bar bevor­stün­de.
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Öde und Bauen

Denken

Es gab in Micha­el Endes Momo,

einem damals als Kult ver­ehr­ten und spä­ter ver­film­ten Kin­der­buch, das Bild, graue Zeit­die­be wür­den den Men­schen Zeit und Sinn­lich­keit rau­ben und nichts ande­res als eine graue Wüs­te hin­ter­las­sen.

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Architektur und Himmel

Fotografie


 

Auch einer der Orte, die frü­her auch Refu­gi­um für die­je­ni­gen aus dem Nor­den waren, die vor Käl­te und Gewinn­stre­ben geflo­hen sind. Jetzt sind neue Stra­ßen gezo­gen, für Geld & Gäs­te, die ein­mal kom­men sol­len.

Die­je­ni­gen, die jetzt aus dem Nor­den zuzie­hen, wer­den das Frü­he­re nie ver­ste­hen.

Es war Samstag

Berlin / Denken / Nonfiction / Theologie

Was hältst Du von dem IS?”

Es war Anfang Dezem­ber und Sams­tag Nacht, die U-Bahn fuhr nach Neu­kölln, um mich her­um saß eine Grup­pe jun­ge Män­ner. Sie rede­ten mit­ein­an­der und scherz­ten. Sie hat­ten dunk­le­re Haut und Drei-Tage Bär­te und die Figur von Leu­ten, die regel­mä­ßig Sport machen oder mehr­mals wöchent­lich ins Fit­nes­stu­dio gehen. Ver­mut­lich waren sie tür­kisch oder ara­bisch stäm­mig, sie rede­ten auf Deutsch, ich hör­te nicht hin, da ich noch mei­nen Gedan­ken nach­hän­gen woll­te. Sie waren offen­bar Freun­de und neck­ten sich. Der Zug war nur halb­voll, es war noch vor Mit­ter­nacht, die jugend­li­chen Par­ty­gäs­te, die wie von Mode­ma­ga­zi­nen gecas­tet wir­ken, noch nicht da.
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Auf literarischen Spuren spazieren..

Berlin / Fiction

Nähe Anna-Louisa-Karsch StrasseIch bin auf lite­ra­ri­schen Spu­ren spa­zie­ren und erstaunt über die radi­ka­len Brü­che, die die Ver­kehrs­schnei­sen schla­gen. Wie mas­siv hat man mit dem Bau­haus, dem mas­sen­wei­se abge­schla­ge­nen Stuck der Fas­sa­den und durch die schmuck­lo­sen sach­li­chen Neu­bau­ten der Drei­ßi­ger­jah­re am Alex­an­der­platz eine radi­ka­le Moder­ne pro­pa­giert.
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