Wege für Füße

Fotografie / Geschichte

 

Neben den Insek­ten, Amphi­bi­en und Rep­ti­li­en ster­ben in dem Euro­pa der Hoch­leis­tungs­land­wirt­schaft auch die krum­men Wege, die Jahr­hun­der­te oder Jahr­tau­sen­de Men­schen zu den Fel­dern geführt haben und die jetzt, im Zeit­al­ter der maschi­nell bewirt­schaf­te­ten Lati­fun­di­en, obso­let oder zu geteer­ten Pis­ten wer­den. Mit ihnen stirbt auch die Idee des Mäan­derns, des Umher­schwei­fens in der bäu­er­li­chen Kul­tur­land­schaft, um einer neu­en, see­lisch redu­zier­ten Per­son Platz zu machen. Ver­schwun­den sind nicht nur Schmet­ter­lin­ge und Lur­che, son­dern auch die krum­men Rücken, die schwie­li­gen Hän­de und die Kopf­tü­cher der Land­frau­en, das Milieu von Ent­sa­gung, Arbeit und kon­ser­va­ti­ven Wahl­ver­hal­ten, das Euro­pa der Glüh­würm­chen, wie es Paso­li­ni genannt hat­te.

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