Alle Artikel in: Kunst

Kunst in temporären Galerien

Fotografie / Kunst

Das Eigen­ar­ti­ge an der Tätig­keit des Gale­ris­ten und Kura­tors ist, dass ihr Geschmack und ihre Klug­heit die Ver­bin­dung zwi­schen Wer­ken her­stel­len, die sonst wenig mit­ein­an­der zu tun haben. Wäh­rend Kura­to­ren manch­mal poli­ti­sche und ideo­lo­gi­sche Kri­te­ri­en ein­flies­sen las­sen sind Gale­ris­ten in ihrer Aus­wahl oft frei­er. Wenn sie eine ange­neh­me Ver­kaufs­aus­stel­lung arran­gie­ren, fügen sie Wer­ke zusam­men, deren Zusam­men­spiel mehr zählt als die Sum­me ein­zel­ner Wer­ke. Hier ist es eine tem­po­rä­re Gale­rie in den Reprä­sen­ta­ti­ons­räu­men einer alten Woh­nung, die gleich­zei­tig die […]

Licht und Sinnlichkeit

Fotografie / Kunst

César Man­ri­que war einer der Men­schen, in denen Licht, Kraft, Kön­nen und Sinn­lich­keit zusam­men­lie­fen. Er war auch der­je­ni­ge, der sei­ne Hei­mat Lan­za­ro­te vor dem schlimms­ten Aus­wüch­sen des Bau­booms bewah­ren woll­te. Wer sei­nen berühm­ten Aus­spruch Mit abso­lu­ter Frei­heit zu schöp­fen, ohne Ängs­te und Rezep­te, trös­tet die See­le und öff­net einen Weg, für die Freu­de zu leben! goo­gelt lan­det aller­dings mit ziem­li­cher Sicher­heit auf den Sei­ten eso­te­risch ange­hauch­ter, pein­lich mit­tel­mä­ßi­ger Künst­ler, denn nur weni­ge Men­schen haben die Kraft […]

Das obszöne Verlangen nach Kitsch

Fotografie / Kunst

Natio­na­ler Kitsch als Zei­chen der post­mo­der­nen Natio­nal­erzäh­lung. Mit­ten in dem Stadt­zen­trum eines Klein­staa­tes ste­hen frisch errich­te­te die Säu­le und der Brun­nen. Krö­nung die­ses Ensem­bles ist eine bom­bas­ti­sche Rei­ter­sta­tue, die einen mar­ki­gen Hero­en mit gezück­ten Schwert auf einem merk­wür­dig fet­tem Pferd zeigt. Der Rei­ter hält das Schwert in die Höhe, wäh­rend sich das Pferd auf­bäumt. Nichts wirkt pro­por­tio­niert. Nachts und in der Däm­me­rung wird der Brun­nen mit wech­seln­den bun­ten Strah­lern beleuch­tet, was ihm die Anmu­tung einer […]

Images just images

Denken / Kunst / Nonfiction

Young Bri­tish Artists hiess eine Grup­pe, die in den Neun­zi­gern Furo­re mach­te. Es gab eine gros­se Aus­stel­lung im Ham­bur­ger Bahn­hof, zer­schnit­te­ne Tie­re, Fotos der Eltern, die Alko­ho­li­ker waren, sowie Pil­len sau­ber auf­ge­reiht: ein Tableau der sezier­ten Bru­ta­li­tät, der Armut, der bösen Fas­sa­de und der klei­nen Hel­fer, die die ram­po­nier­ten Ichs noch am Funk­tio­nie­ren erhal­ten. Und das alles so cool, so chic.