Monate: Juli 2016

Die Vergessenen der Cappuccinolinken

Denken / Nonfiction

“Von wem dür­fen sich die Aus­ge­beu­te­ten und Schutz­lo­sen heu­te ver­tre­ten und ver­stan­den füh­len? An wen wen­den und auf wen stüt­zen sie sich, um poli­tisch und kul­tu­rell zu exis­tie­ren, um Stolz und Selbst­ach­tung zu emp­fin­den, weil Sie sich legi­tim, da von einer Macht­in­stanz legi­ti­miert, füh­len? Oder ganz schlicht: Wer trägt der Tat­sa­che Rech­nung, dass sie exis­tie­ren, dass sie leben, dass sie etwas den­ken und wol­len?” Etwa die Front Natio­nal? Didier Eri­bon, Rück­kehr nach Reims, Suhr­kamp 2016, S.39

Manchmal ist jener Schwert und dieser Scheide, manchmal umgekehrt

Nonfiction / Theologie

Die­ser Satz, der auf schwu­len Sex ver­weist, ist Zitat aus der Abhand­lung über die Lie­be im theo­lo­gi­schen Haupt­werk von Ahmad al Ghazz­a­li, einem der wich­tigs­ten isla­mi­schen Theo­lo­gen und Mys­ti­ker. Ahmad al Ghazz­a­li leb­te im Mit­tel­al­ter kurz nach der Jahr­tau­send­wen­de in Bag­dad, der dama­li­gen intel­lek­tu­el­len und wirt­schaft­li­chen Metro­po­le. Er gilt als der­je­ni­ge, der die Lie­bes­ly­rik und Mys­tik der Sufis mit der Ortho­do­xie des Islams ver­ei­nen konn­te, in sei­nen Gedan­ken über die Lie­be legt er noch­mals die Grund­zü­ge […]