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Das verlorene Buch des Aristoteles

Geschichte / Theologie

Was wäre, wenn einer der erha­bens­ten, wich­tigs­ten phi­lo­so­phi­schen Tex­te über das Lachen geschrie­ben wäre? Es gäbe, so die Erzäh­lung, einen Text, der so geheim und sub­ver­siv sei, dass er nie­mals an die Öffent­lich­keit drin­gen dür­fe, wes­we­gen er ein­ge­schlos­sen und ver­wahrt blei­ben müs­se, denn alles, wirk­lich alles, gerä­te ins Wan­ken, wür­de die­ser Text öffent­lich. Der Mönch, der dies äußert, ist in dem Roman einer jener hage­ren, kno­chi­gen Gestal­ten, die mit allen Mit­teln das Über­lie­fer­te sichern wol­len, ein […]

Die Vergessenen der Cappuccinolinken

Denken

“Von wem dür­fen sich die Aus­ge­beu­te­ten und Schutz­lo­sen heu­te ver­tre­ten und ver­stan­den füh­len? An wen wen­den und auf wen stüt­zen sie sich, um poli­tisch und kul­tu­rell zu exis­tie­ren, um Stolz und Selbst­ach­tung zu emp­fin­den, weil Sie sich legi­tim, da von einer Macht­in­stanz legi­ti­miert, füh­len? Oder ganz schlicht: Wer trägt der Tat­sa­che Rech­nung, dass sie exis­tie­ren, dass sie leben, dass sie etwas den­ken und wollen?” Etwa die Front Natio­nal? Didier Eri­bon, Rück­kehr nach Reims, Suhr­kamp 2016, S.39

Bogensee

Denken

Bogen­see, in der Nähe von Wand­litz, gros­se Resi­denz und Hüt­te, Feri­en­do­mi­zi­le und ers­te­res ab 1939 Som­mer­re­si­denz von Goe­b­bels, die Hüt­te bis 1939 Som­mer­re­si­denz, danach Redu­it für ero­ti­sche Spie­le­rei­en, Juli 2014 Vor dem Krieg stirbt die Wahr­heit, es begin­nen Gesprächs­ver­bo­te zu grei­fen, die Grä­ben des Krie­ges wer­den in den Köp­fen aus­ge­ho­ben. 1938 wur­de in der Times auf den ers­ten Sei­ten noch Nach­rich­ten von der Gesell­schaft, den cele­bri­ties von damals, gebracht. In der Hüt­te am Bogen­see näher­te sich Goe­b­bels am […]