Lost dreams

Denken

Schif­fe sind häss­lich gewor­den. Sei­en es die gro­ßen Frach­ter, die schwim­men­den Hotels für die Kreuz­fah­rer oder was auch immer. Meist mit bil­li­gen See­leu­ten aus Asi­en bemannt schlep­pen sie Con­tai­ner mit Flach­bild­schir­men und Fern­se­hern, Öl, Rent­ner und Mas­sen­gü­ter über das Meer. Sind nun, wenn man Fou­cault bedenkt, auch die Träu­me der Men­schen im Spät­ka­pi­ta­lis­mus häss­lich geworden?

Und bedenkt man, dass Schif­fe, die gro­ßen Schif­fe des 19. Jahr­hun­derts, ein Stück schwim­men­der Raum sind, Orte ohne Ort, ganz auf sich selbst ange­wie­sen, in sich geschlos­sen und zugleich dem end­lo­sen Meer aus­ge­lie­fert, die von Hafen zu Hafen, von Wache zu Wache, von Freu­den­haus zu Freu­den­haus bis in die Kolo­nien fah­ren, um das Kost­bars­te zu holen, was die eben beschrie­be­nen Gär­ten zu bie­ten haben, dann wird deut­lich, war­um das Schiff für unse­re Zivi­li­sa­ti­on zumin­dest seit dem 16. Jahr­hun­dert nicht nur das wich­tigs­te Instru­ment zur wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung gewe­sen ist, son­dern auch das größ­te Reser­voir für die Fan­ta­sie…”
Michel Fou­cault: Die Hete­ro­to­pien]